25.11.2009

Kakao-Müll und Gedanken-Reste

Was mich an einem langen Tag so richtig anekelt ist der letzte kleine Schluck aus meinem Automaten-Becher, der mit nach Kakao schmeckender Flüssigkeit gefüllt ist - oder besser gefüllt war, denn jetzt ist er leer und das pulverartige, süße Etwas umschmeichelt meinen Zähnen. Das Pulver setzt sich langsam an den Beißerchen an währenddessen mich das Gefühl beschleicht, dass "ohne Zucker" für unseren Automaten nicht dasselbe heißt wie für mich. Wie sollte ich in diesem Moment noch die Kraft aufbringen dem Inhalt der derzeitigen Lehrveranstaltung zu folgen?
In so einem Moment sehne ich mich nach meiner Couch, meinem Fernseher und meiner Lieblings-Soap. Wer küsst wohl heute mit wem herum? Wer schläft mit wessen Stiefmutter und wer trägt wen über die Schwelle? Ich werde es nie erfahren...
Kennt ihr diese Tage, an denen man in regelmäßigen Abständen sich auf den Boden fallen lassen, an den Haaren raufen und laut aufschreien möchte? Und ein unsichtbares Band euch mit unerklärlicher Kraft an den Sessel fesselt?

An solchen Tagen sollte man besser nicht bloggen bemerke ich nun. Aber gut. Wenn meine LeserInnen sich fragen, warum sie so einen sinnlosen Blogeintrag lesen müssen, sage ich ganz "ohne Zucker": Man kriegt nicht immer das, was man will.

22.11.2009

Nebelige Aussichten

Heute, am 22. November 2009, um ca. 15:59 MEZ bekomme ich Lust meine Wohnung umzustellen. Das ist nichts Besonderes. Wer mich kennt, weiß, dass ich in regelmäßigen Abständen einen Tapetenwechsel brauche. Da ein Wohnungswechsel alle paar Wochen zu anstrengend ist, müssen die Möbel dran glauben.
Und wie in meiner Offline-Welt, wird mir auch meine Online-Präsenz zu langweilig. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, hat im Juli 08 meine letzteSuche nach einer neuen Verpackung miterlebt. Leider habe ich nichts Ansprechendes gefunden. Daher habe ich einfach die Möbel auf Blogger.com umgestellt. Und dann ist mir auch das wieder zu langweilig geworden. Wordpress bietet viel mehr Möglichkeiten, darum habe ich mirdochegal gegründet und anfänglich befüllt.

Da steh ich nun ich armer Tor, mit zwei Blogs und einer Schreibkraft, die leider nicht einmal einen Blog regelmäßig füllen will. Hier kommst Du ins Spiel! Ja, du, dich meine ich! Ich glaube an dich und an deine Meinung! Wenn du also Wünsche, Ideen, Anregungen, etc. hast, würde ich mich äußerst darüber freuen (-:
Du darfst mich auch antwittern oder mir auf facebook schreiben!

21.11.2009

Weniger Kunst braucht diese Welt.

Am Samstag, den 21. November 2009, um ca. 15:45 Uhr MEZ stelle ich mir die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Nicht, dass ich mein Leben hinterfrage - das mache ich gewöhnlich nur ab 24:00, an Sonntag-Abenden oder an Plätzen mit schöner Aussicht. Nein, diese Sinnfrage bezieht sich viel eher auf eine Herausforderung, eine Aufgabe, die sich da vor mir am Laptop ausbreitet und seit Tagen meine Gedanken in seine Richtung zwingt. Kurz, ich frage nach dem Sinn von Kultur-Berichterstattung - konkret meine ich damit den fragwürdigen Sinn von Künstler-Interviews.

Von Subjektiver Sinnhaftigkeit und Schlechten Metaphern

Seit Jahren will ich Journalistin werden. Nichts hat mich bisher von diesem Wunsch abgebracht. Vielleicht der eine oder andere liebäugelnde Blick mit den Public Relations. Für den einfachen Weg bin ich aber trotzdem nur wenn es ums Wandern geht zu begeistern.

Jetzt da ich jedoch ein Künstler-Interview vor mir habe - 5-10 Fragen über Werke und Wirken, fühle ich mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt.
Damals, als mein lieber Bruder, seine Freunde und ich diverse Mutproben meisterten und komischerweise immer die kleine Schwester zuerst über den 500 Meter tiefen und 60 Meter breiten Strom springen musste.
Alles ist subjektiv. Verständlich. Und Kunst, und da wird mir hoffentlich jeder zustimmen, ist so subjektiv wie die Schönheit des Lebensabschnittspartners an einem frühen Montag-Morgen. Und Künstler sind so schwierig, dass mir nicht einmal eine halbwegs beschreibende Metapher dafür einfallen will.


Ich frage mich - Ich frage euch


Kann man Künstler nicht einfach Künstler sein lassen, sich ihre Kunst über dem Ehebett aufhängen oder in Safes einsperren und die Frage nach dem Warum kurz und bündig mit "DARUM" beantworten? Warum müssen diese immer nach ihren Beweggründen gefragt werden? Warum müssen Sie einen Beweggrund haben? Warum ist es wichtig, ob der versoffene, perverse und impotente Protagonist autobiographische Züge erkennen lässt oder der Autor sich doch nur alles ausgedacht hat um sein tägliches Bier bezahlen zu können?

Die Sinnhaftigkeit eines Künstler-Interviews besteht wenn schon darin, dank der bissigen Antworten und beleidigten Reaktionen das Rückgrat des Journalisten zu stärken. Vielleicht erhascht man aber auch einmal ein geklautes, umformuliertes Zitat aus des Künstlers Mund, interpretiert es als dessen VÖLLIG NEUE ART, DIE WELT ZU SEHEN und bringt es auf die Titelseite. Aber von wegen Titelseite. Es wird schon einen Grund haben, warum die Kultur-Ressorts in einer Zeitung hinten zu finden sind.

Kunst ist ein Konsumgut wie jedes andere Ding auch. Oder nicht? Ich könnte genau so gut einen Gärtner interviewen, der gerade eine Lilie mit einem Tannenbaum gekreuzt hat. "Sehen Sie sich eher als Existenzialist oder würden Sie sagen, dass Sie doch Nähe zum Naturalisten empfinden?" Was, wenn er keine Antwort darauf hat?

Vielleicht macht er einfach seine Arbeit oder er tut, weil er es tun muss, weil er es tun will, weil es für ihn Sinn macht. Und wahrscheinlich hat er sich noch nie zuvor etwas dabei gedacht?
Nun, das wäre für mich dann ein Grund, ihn zu interviewen.

04.11.2009

Leider

ist die Welt voll von Ignoranten und Egoisten. Und leider können wir oft nichts anderes tun, als sie zu ignorieren.

Eine traurige Erkenntnis an diesem Tag.