29.04.2011

mesdames et messieurs, eine sinnsuche der üblichen art

isch presontiere ihnen eute ein warlisch außergewöhnlisches ereignis:
meinen ersten blogeintrag nach...sagen wir einfach nach langer zeit. oui.

nun, ihr werdet fragen, was mich zu diesen ersten worten bewogen hat. es sind sicher nicht die vielen mails, in denen meine zahlreichen blog-fans mich zum schreiben aufgefordert haben - schande über euch! nein, es ist auch nicht die royalromantische komödie, die mich heute den ganzen tag am cool-tv-ieren hindert - spaß und äußerst miese wortwitze beiseite: es ist die tatsache, dass ich zurzeit nichts schreibe außer "Um die Problematik erfassen zu können, wird zuerst definiert, worüber im öffentlichen und medialen Diskurs ...bla ... Besonders diverse Unschärfen in der Begrifflichkeit sollen ...bla... Anschließend folgt eine Abhandlung über die Integrationsleistung ...bla... dazu wird eingangs die mediale ...bla"

ihr habt es erraten. diese geballte ladung möchtegern-intelektualität stammt aus meiner diplomarbeit, die sich langsam - äußerst langsam - entwickelt und deren trockener charme mich nun sogar zum bloggen bringt.

neben den fragen nach dem sinn des lebens und der unendlichkeit des seins, beschäftigt mich momentan vor allem die zukunft meinerselbst. angesichts der doch baldigen diplomprüfung und des ENDES, komme ich schon etwas ins grübeln, was wohl die nächsten jahre für mich bringen. soll ich mich wirklich auf den arbeitsmarkt werfen, mich mit dumping-journalisten-löhnen abspeisen lassen oder mich doch ganz PR-agmatisch lutherisch auf einen nie enden wollenden thesenkampf à la "pr ist nicht werbung" einlassen? soll ich mich in einen dieser hörsäle quetschen und drei, vier jahre ranzige dogmen wiederkäuen? soll ich mich vielleicht als ausländer in einer der derzeitigen inn-länder bewerben und mein glück weit weg von leberwurscht und blunzn versuchen?
natürlich klingt das alles für meine 22 jahre ziemlich pessimistisch. natürlich. was sonst? aber seien wir uns ehrlich: auch eine schwarzmalerin kann sich als künstlerin bezeichnen :-)

aurevoir und bis bientot